Der Leviathan im 21. Jahrhundert und die staatliche Konstruktion der Demokratie

Meine Masterarbeit im Fach Politikwissenschaft wurde von der Ludwig-Maximilians-Universität München in der Schriftenreihe “Münchner Beiträge zur Politikwissenschaft” veröffentlicht.

Mit dieser Arbeit habe ich versucht die Beziehung zwischen Staatlichkeit und Demokratie sowohl ideengeschichtlich-theoretisch als auch empirisch-statistisch zu erläutern. Wie hat sich der moderne Staat entwickelt und wie konnte sich diese Form der Staatlichkeit als Norm weltweit durchsetzen? Und wie hängt die Entwicklung der modernen demokratischen Ordnung von der modernen Staatlichkeit zusammen?

Zum Einsatz kommen nicht nur klassische ideengeschichtliche Auseinandersetzung mit dem Staat als soziale und politische Organisationsform wie bei Machiavelli, Hobbes, Locke, Rousseau, Weber, u.a. sondern auch modernere Auffassungen über Staatsaufgaben, -tätigkeiten und -funktionen, wie bei A. Benz. Das Konzept des “gescheiterten Staates” (failed state) spielt eine zentrale Rolle bei der empirischen Annäherung an den Staat.

Die quantitative Messung der Staatlichkeit und der Demokratie und die theoretische und statistische Überlegungen dahinter spielen eine wichtige Rolle in dieser Arbeit. Die Analyse von vier unterschiedlichen Indizes zur Messung von Staatlichkeit (Fragile State Index & State Fragility Index) und Demokratie (Freedom House Index & Polity IV) liefern interessante Ergebnisse bezüglich der Frage nach der Beziehung zwischen Staatlichkeit und Demokratie.

Ich argumentiere (und die empirische Analyse bekräftigt), dass die Etablierung einer demokratischen Ordnung (mit allen ihren Elementen) nur auf der Basis der Etablierung eines (starken) Verfassungsstaates denkbar ist. Dabei spielen die Konzepte des Verfassungsrechts, der rule of law, des Gewaltmonopols, usw. eine fundamentale Rolle.

Exemplarisch, zeige ich die Effekte und Folgen einer abweichenden (mangel- und fehlerhaften) staatlichen Entwicklung in Lateinamerika, eine Region, die sich mit der Implementierung und Umsetzung von demokratischen Prozessen (immer noch) schwer tut. Diese Schwierigkeiten haben ihren Ursprung in der geschichtlichen Entwicklung des Staates in Lateinamerika.

Die ganze Arbeit ist unter einem Open-Access-Lizenz frei verfügbar.

This entry was posted in Publications. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *